Die Hiobsbotschaften rund um die SGE hören nicht auf, neben der sportlichen am Abgrund-Wanderung jetzt noch eine Nachricht, mit der so niemand gerechnet hätte und die alle sportlichen Sorgen in den Hintergrund rücken lässt.

Marco Russ möchte aber wohl trotz seiner so unerwartet wie tragischen Tumordiagnose beide Relegationsspiele gegen den 1. FC Nürnberg bestreiten. Puh, alles jetzt nochmal mehr emotional aufgeladen.

Alle Eintracht-Fans wünschen Marco Russ eine gute und schnelle Genesung

Die Exiladler wünschen dem langjährigen Eintrachtler Marco Russ auf diesem Wege Alles Gute, eine schnelle, komplikationslose Genesung und viel Kraft.

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Natürlich dürfen beim “Saisonfinale” im hohen Norden die Exiladler nicht fehlen, reisefreudig wie wir sind wurden frühzeitig Karten geordert und wir machten uns Freitag früh nach durchgemachter Nacht in Stuttgart los nach Bremen. Übermüdet in den Flieger, Regen, kalt, ungemütlich, umso schöner, dass uns in Bremen wider der Voraussagen bestes Wetter erwartete.

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Also weiter durchmachen und nach einem kleinen Frühstück ab aufs Boot zur Hafenrundfahrt.

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Am Abend mit einem befreundeten tübinger Pärchen, bei dem wir zum Teil wohnen durften (Danke hierfür!), durch “das Viertel” am Ostertor gezogen, nettes Kneipenviertel, tolle Atmosphäre, tolle Gastfreundschaft!

Am Samstag dann Matchday, steigende Aufregung, erstmal noch einen Nachzügler aus HEF in Empfang genommen und langsam auf zum Stadion, weiter bestes Wetter, auf ein “gutes Spiel”!

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Matchday! Alle im Trikot nach Bremen!

Leider ging (zur allgemeinen Überraschung…….) die Mauer-/Defensivtaktik der recht stark beginnenden SGE nicht auf so dass wir KURZ VOR KNAPP und ganz bitter in der 88. Minute doch noch den Gegentreffer kassiert haben. Plötzliche Stille, keine Kraft mehr für weiteren Support, Enttäuschung. Endstand 1:0 Bremen, Platzsturm freudentaumelnder Bremer Fans. Hätten wir alle vor gut 3 Wochen noch die Relegation mit Handkuss genommen, ist es doch verdammt schade, so kurz vor dem Ziel Klassenerhalt im Saisonfinale einen Rückschlag hinnehmen zu müssen und das Abstiegsgespenst wieder nicht  vertreiben zu können.

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Trotz der herben Enttäuschung war der Ausflug an die Weser schön, die Stadt bleibt positiv in Erinnerung, es gibt hoffentlich ein Wiedersehen nächste Saison IN DER 1. LIGA, verdammt!!!

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Nachdem ich in meinem Beitrag vergangenen Montag einen Sieg gegen den BVB noch als quasi-Wunder bezeichnet habe, ist es heute, einen Tag nach dem Spiel, Zeit, Bilanz zu ziehen…und mich von Kommas zu verabschieden…

Der Tag beginn abenteuerlich. Entweder kam der Bus nicht, oder der Zug fiel aus. Oder man parkte so weit weg vom Stadion, dass man nach einem Fußmarsch quer durch Frankfurt 5min zu spät zum Stadion kam. Egal. Endlich alle da. Die Stimmung im Block war hervorragend…laut, hitzig,…Eintracht eben. Wir Fans gaben wieder mal alles und mehr und auf dem Platz…? – Ja, was war denn da los? Frankfurt mit guten Chancen…die ersten 20 min waren uns. Ohne wenn und aber. Mittendrin Aigner mit dem Tor. Es war ein Traum, es war so toll, es waren OH MEIN GOTT noch mindestens 75mSGE-BVB_1in zu spielen. Viel zu früh das Tor. Zitter. Bibber. Nägel kauen. Zwischendurch die Einblendung der Zwischenstände…Stuttgart hinten…Darmstadt hinten…plötzlich mein Sitznachbar “Darmstadt hat ausgeglichen”. Neeeein. Alle müssen verlieren heute. Alle. Außer unserer Eintracht. Bayern führen in Ingolstadt. Jubel – warum eigentlich? Achja, da war ja noch was mit der Meisterschaft. Schauen wir das Spiel, oder die Ergebnisse?

Rückblick: Letzter Spieltag, Sommer 1999. Ja, das sagenumwobene 5:1 gegen Lautern. Keine Smartphones. Keine Zwischenstände auf der Anzeigetafel. Nur die Gewissheit, dass eigentlich nix mehr geht. Irgendwer hatte tatsächlich ein Radio dabei und hat die Spielstände der anderen immer weitergegeben. Ich saß direkt hinter der Premiere-Station (so was wie Sky, nur pleite…), wenn der Typ, der da die Einstellungen verwaltete, sich etwas nach links lehnte, konnte ich sehen, was in den anderen Stadien los war. Half aber nichts. Ich war so verkrampft und bitte, bitte, wir brauchen SGE-BVB_2ein Wunder, das mir die Ergebnisse eh nix mehr sagten.

Gestern: Also, immer wieder der Blick aufs Handy, auf die Anzeigentafel…und vor allem auf die Zeit. Noch 30min. Noch 29 min, noch 28 1/2 min…dazwischen aber auch der Fokus auf den Platz. Dortmund in Ballbesitz. Pfeifkonzert. Die Dortmunder Offensive kommt nicht durch die Mauer aus Frankfurtern…und sie schieben den Ball, von links nach rechtSGE-BVB_4s und zurück und wieder von vorne…GÄHN. Ah ne: PFEIF. Endlich nach langem Zittern waren die 90min rum. Oder doch nicht? Laut Tafel 90min…Nachspielzeit? – Eine gefühlte Ewigkeit. Und noch ein Abstoß und noch ein Einwurf und noch ein Jahr weniger, bevor ich das zeitliche segne. Aber auch der schläfrigste Schiri pfeift mal ab.

Im Anschluss gab es kein Halten mehr. Nur die SGE!!!

Gut, zum wirklich freuen, ist es noch zu früh. Aber die Situation ist definitiv besser als noch vor einigen Wochen…wer hätte da gedacht, dass wir gegen den BVB auch nur einen Punkt holen? Also – kommender Samstag kleines Finale in Bremen. Alles geht…oder eben nichts. Wenn unsere Jungs so auftreten, wie gestern, wer weiß…wie hieß es gestern so schön:

“Bremen ist eine Wundertüte”.

Tja. Ja. Wir fliegen jedenfalls hin und ich weiß, dass wir alles geben werden. Wenn unsere Jungs das auch machen, kann es eigentlich gar nicht so schlimm werden. Forza SGE!

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Wir möchten uns für die Ruhe auf der Seite entschuldigen. Erst der letzte Samstag brachte ein wenig Entspannung, vorher waren wir alle zu sehr mit dem Kauen unserer Fingernägel beschäftigt. Unschön. Sehr durchwachsen war diese Saison für uns bis jetzt. Erst die unerwarteten Höhenflüge in der Hinrunde…Stuttgart, Köln. Dann eine sehr mäßige Series bis in der Rückrunde endlich die Reißleine gezogen wurde. Ob die Zeit noch reicht wird sich in zwei Wochen zeigen. Dann wird abgerechnet. Wir hoffen natürlich das Beste…ohne Drama wäre langweilig :D Ohne Drama wären wir (wahrscheinlich) Meister!

So bleibt uns nur das Bangen um den Klassenerhalt. Natürlich werden auch wir unsere Jungs unterstützen und Samstag gegen den BVB im Stadion sein. Wer weiß, vielleicht geschehen ja noch Zeichen und Wunder. Wenn nicht – wir sehen uns in Bremen. Spätestens nach dem Spiel wissen wir, was Sache ist!

Nachtrag: Ich stelle gerade fest, dass ich noch eine halbe Stunde mit diesem Beitrag hätte warten sollen…Stuttgart – Bremen läuft noch…und wegen mir sollen halt beide verlieren… ;)

Wer kam eigentlich auf diese VOLLKOMMEN BEKLOPPTE Idee, montags BuLi zu spielen????!!!!

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Ein Teil der Exiladler war auch in der Englischen Woche unterwegs. Es wurde das Spiel in Frankfurt gegen Schalke und das Auswärtsspiel in Berlin besucht.

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Schönes Flutlicht, schlechtes Spiel gegen schwache Schalker. Es wurde wieder nicht geschafft, gegen marode Gegner dreifach zu punkten, zu schlecht und schwach die eigene Leistung. Ein bezeichnendes 0:0, Sonntagabend zu unmöglicher Anstoßzeit…..19:30…..nicht ausverkauft, wen wunderts. Dennoch schöner Abend in FfM City!

Am Dienstag ging es gleich weiter mit dem Zug nach Berlin, Exiladler Berlin besucht, Sightseeing, Party und dann Matchday, wieder Flutlicht, Spiel anfangs seitens der SGE gar nicht schlecht, zumindest auf Augenhöhe mit einem wieder schwachen Gegner..bis zum Rückstand

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Aber wie es momentan so ist, kann die SGE solche Situationen nicht mehr nutzen, zu harmlos, keinerlei Torgefahr nach der Führung der Berliner, sinnloses Anrennen, Verunsicherung, Ballverluste, wieder zu späte Wechsel, Frust! Stiller Auswärtsblock, Pfiffe gegen den Trainer, verdient 0:2 verloren, Berlin festigt den 3. Tabellenplatz. Mit der Sonder-S-Bahn direkt nach Friedrichshain zur Bembelbar auf dem RAW-Gelände. Anfangs recht still, aber mit der Zeit doch eine schöne Feier auch ohne sportlichen Erfolg und großer Abstiegsangst. Dass ein Trainerwechsel ansteht ist allen klar, die Frage ist nur, wann und wer- und ist es dann nicht schon (wieder) zu spät, siehe 2011.

Ein paar Tage Berlin wurden drangehängt und ein wenig Groundhopping betrieben. Das RegionalligaNordOst-Spiel FC Viktoria Berlin gegen BFC Dynamo Berlin (Flutlichtderby!) wurde im Stadion Lichterfelde besucht, Endstand 3:2 Viktoria. Endlich mal wieder Fußball, wo Einsatz gezeigt wurde, kampfbetont, ehrlich.

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Wieder mal Flutlicht, tolle Atmosphäre in denkmalgeschütztem Stadion, knapp 2000 Zuschauer, auch SGE-Groundhopper aus Mainz getroffen, nach Abpfiff mit Viktorianern in Stadiongaststätte zusammengesessen, sehr angenehmer Abend!

Danke an Rieke für Ihre Gastfreundschaft!

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Mit dem Auto ging es nach Frankfurt zum Spiel gegen unseren “Lieblingsgegner” VfB. Das Hinspiel wurde in Stuttgart mit 4:1 gewonnen, ein recht seltenes Erlebnis im Neckarstadion..entsprechend groß die Freude damals :-)

Noch nie gelang es der Eintracht jedoch gegen die Stuttgarter in einer Saison das Hin UND das Rückspiel zu gewinnen. Auch weil der VfB momentan einen Lauf hat und nach dem Trainerwechsel erfolgreicheren Fußball spielt, versprach es ein enges, spannendes Spiel zu werden, mit einem null zu null rechnete keiner.

Am Gleisdreieck vor dem Spiel Treff mit unseren Freunden aus Hersfeld (EFC Mückenstürmer Bad Hersfeld) die mit dem Bus angereist sind, auch ein Wiedersehen mit unserem Ehrenmitglied Christoph.

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Im Stadion ein ungewohntes Bild- Block 40 komplett gesperrt aufgrund der DFB-Sippenhaft-Kollektivstrafenpolitik so dass 2500 (!) Dauerkarteninhaber keine Zutrittsberechtigung zum Stadion hatten und sich somit Karten für andere Bereiche besorgen mussten. Im Oberrang im Bereich der Ostkurve war dann (auch durch die Fan- und Förderabteilung organisiert) der ausgewiesene Platz für die ausgesperrten Schwerverbrecher aus dem 40er Bereich. Ein ungewohntes Bild, das in der NWK vertraute Fahnenmeer dort oben zu sehen, interessant.

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Spiel: spannend, in der ersten Minute hätte die SGE in Führung gehen müssen, doch zu unpräzise und auf den Torwart geschossen, beide Mannschaften offensiv, Fabian im Mittelfeld gut dabei, anspielbar, mit Übersicht. Zu aller Überraschung in der Startelf Ayhan und Rägesel, beide SGE- Bundesligadebut in der Verteidignug, beide mit recht ordentlichem Spiel. Der VfB offensiv klar gefährlicher, geht in Führung, danach schon eher Schiedsrichterversagen nach klarem Handspiel eines Vfb´lers im eigenen Strafraum.

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Handballabteilung des VfB

 

Blöde Situation, da wir durch Meier eigentlich wieder rangekommen waren und hätte………,wäre………,wenn. Fuck! Insgesamt eine ärgerliche 2:4 Niederlage, Meier und Huszti mit nem Tor, es gibt Licht (Fabian, Regäsel, Ayhan; offensive Spielweise, Kombinationen) und Schatten (Russ, Platzverweis Zambrano), dennoch eine schöne Fahrt nach FfM!

 

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Mit dem Zug ging es zum Auswärtsspiel nach Augsburg.

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Sehr coole Tour in die “WWK-Arena”, von Tübingen mit dem Zug über Ulm in die Fuggerstadt.

Anfahrt mit der Tram vom Hauptbahnhof Richtung Stadion, dann noch 10 Minuten Fußweg. Von außen wirkt diese “Arena” eher wie ein zu groß geratener Baumarkt, grau in grau, Bunkeroptik, funktional. Von innen kommt dann aber ein kleines Schmuckstück zum Vorschein. Relativ steil, gute Sicht.

Knapp 27.000 Menschen sahen eine interessante Partie, in den ersten 10 Minuten die SGE gewohnt schwach, viele Fehlpässe, kein Bezug zum Spiel. Zum Glück dann aber immer besser ins Spiel gekommen, überwiegend die stärkere Mannschaft, zunehmend Chancen seitens der Eintracht. Doch leider erwischte der Augsburger Torwart Marwin Hitz einen sehr guten Tag und entschärfte mit wahnsinns Reflexen drei 100%ige Chancen (Aigner, Meier). Augsburg ist mit dem Punkt gut bedient, für die SGE war eindeutig mehr drin. Der Neuzugang Fabian machte ein ordentliches Spiel, aber auch Huszti strahlt Stabilität aus und kann als Verstärkung angesehen werden. Insgesamt eine gute Mannschaftsleistung leider ohne das nötige Quäntchen Glück- aber das wurde, glaube ich, schon gegen Wolfsburg aufgebraucht……

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Mal sehen, was gegen den wieder erstarkten VfB am 20. Spieltag zu holen ist, eine Abordnung der Exiladler wird auch dort zugegen sein. Desweiteren sind Fahrten nach Berlin, gegen Schalke und am letzten Heimspiel gegen Dortmund geplant.

Bei Interesse, zu Spielen mitzufahren, uns kennen zu lernen oder generellen Fragen nutzt das Kontaktformular. Wir halten außerdem einmal im Monat einen Stammtisch ab.

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Wenn auch etwas verspätet, kommt hier ein kleiner Nachruf zu unserer Fahrt nach Hause. Kurz vor Weihnachten…

Der Wahnwitz begann auch dieses Mal mit der Anreise, wenn auch so ganz anders als sonst:

Entgegen unserer üblichen Gewohnheiten verließen wir uns nicht alle auf die Bahn, sondern wählten im Vorfeld drei verschiedene Anreisemöglichkeiten (wir waren nur zu dritt, sonst wäre sicher noch jemand geflogen). Im Auto wollte niemand mit mir mitfahren (weiß gar net warum?!) und so wurden als alternative Transportmittel noch die Bahn und der Fernbus gewählt. Die Autofahrt war angenehm – danke der Nachfrage – und ich war bereits gegen 10 in der alten Heimat. Nach einer Runde durchschnaufen wollte ich noch einmal den Treffpunkt abklären: 13 Uhr FFM-HBF. So weit so gut. Dabei wäre es auch geblieben wenn nicht jemand, nach einer dezent durchzechten Nacht, gnadenlos verschlafen und somit die Abfahrt seines Busses verpasst hätte.

Lasset also das Chaos beginnen. Statt Treffpunkt 13 Uhr wurde der Treffpunkt auf Viertel vor zwei verschoben – noch nicht wissend, ob der Langschläfer nun noch mit dem Zug anreisen würde. Aber wir waren ja immerhin noch zu zweit und wollten uns nicht unterkriegen lassen. Gut, also 45min mehr Zeit…Starbucks! Weil Tü keinen hat und ich zu meiner Sucht stehe. Also – Starbucks, Konstabler Wache. Ah ja…Warten auf teuren Kaffee…dann Aufregung “you’re missing the two chicks fighting outside!”. Hä? Was is? Blick aus dem Fenster hinaus und los ging der Slapstick – *batz* nach rechts am Fenster vorbei. *batz!* ab in die andere Richtung. Dann viel Geschrei und wieder ging es hin und her. Nach einigen weiteren *batz!* dann Polizei. Und noch während diese davon Ausging ihre bloße Anwesenheit hätte die Sache beendet, plötzlich wieder *batz*. So ein wenig wie in Bridget Jones Diary 2, wenn Colin Firth und Hugh Grant den realistischsten Kampf in einem Film aller Zeiten abliefern…Aber: Fußball! Sorry. Also…ich warte auf mein überteuertes Getränk, vor mir zwei Bremen Fans…der Barrista: “Chai Latte” und der Bremer greift zu. Okay. Vielleicht hatte er ja auch eine bestellt. Nix da. Der gute kannte wohl den Unterschied zwischen seiner kurz darauf fertiggestellten Caffè Latte und einer Chai Latte nicht…Pech! Muss er halt Tee trinken. Endlich fertig…Gerade noch rechtzeitig, um bis Viertel vor zwei an der Galluswarte zu sein. Treffpunkt 1. Dann – oh Wunder – auch unser Trinkwunder hatte sich mittlerweile mit dem Zug auf den Weg gemacht und kam gegen kurz nach zwei am HBF an. Glücklicherweise standen wir direkt am Gleis des Sonderzuges gen Stadion…den wir dann trotzdem noch fast verpasst hätten, weil unser Nachzügler erstmal sein Gedöns im Schließfach verstauen musste. Im Sonderzug dann wieder zwei Bremer…mutig!

Jetzt aber! Stadion! Eintracht! Fingernägel knabbern, weil, war ja nich so prickelnd die letzten Wochen. Augen zu. Erinnerungen an zwölf Monate zuvor. Frankfurt zerlegt Bremen und schießt 5 Tore…Meister! Fast jedenfalls. Gefühlt. Stimmung!

Und was macht man als erstes im Stadion? – Richtig! Worschd! Und Äbbelwei! Eh, nicht ganz. Erst einmal geht man zu einem dieser freundlichen und immer hilfsbereiten JustPay Herren oder Damen und findet nach einer kuuuurzen Wartezeit heraus, wiviel Geld sich noch auf der Stadionkarte befindet. Dann wechselt viel Geld die Hand und jetzt darf man sich um das leibliche Wohl kümmern. Stimmung!

Dann ab in den Block. Tolle Plätze gehabt und sogar ein Großteil der Sitznachbarn war grandios. Mit einer Ausnahme! Und es war nicht der junge Herr, der irgendwie dachte er müsse an diesem Tag, mit Plätzen im Heimfanbereich, gegen Bremen, unbedingt seine grüne Sweatjacke auspacken…Süß, wie schnell er die unter seine restliche Kleidung zog…jedenfalls – der war vollkommen in Ordnung. 20151219_152554

Auf Grund unserer verspäteten Entscheidung dieses Spiel zu besuchen, saßen wir leider auf drei verschiedene Reihen verteilt, ab HZ 2 nur noch in zwei. Jetzt aber Konzentration! Anpfiff. Und entgegen unserer schon recht weit heruntergeschraubten Erwartungen lieferte Frankfurt ein wirklich gutes Spiel ab. Man konnte fast sagen, da standen sich zwei recht gleichstarke Gegner auf dem Platz gegenüber. Getrübt wurde die Stimmung nur durch interessante Schiri-Entscheidungen. Foul Bremen. Weiterspielen. Foul Bremen. Weiterspielen. Foul Bremen. Weiterspielen. Foul Frankfurt. Gelb. Hätte mein Puls den neuen Sekundentakt angegeben, 90Minuten wären binnen 2 Minuten fertig gewesen. Schon die ersten 15 Minuten versprachen ein gutes Spiel. Mit schönen Chancen für unsere Frankfurter. Nach 20 Minuten dieses ansehnlichen Schauspiels machte sich allerdings der berühmte Frankfurter Pessimismus breit. “Oh nein!” Wenn Sie die Chancen nicht nutzen, dann wars des jetzt wieder.” Leider sollte sich diese Frankfurter Logik zunähst bewahrheiten. Minute 29. Tor Bremen. Buuuuh! Manch einer war allerdings der Meinung (ahem) dieses Tor konnte man bereits 5 Minuten zuvor erkennen. Hellseher, simmer!

Dann aber die Wende: Ausgleich Eintracht Frankfurt. Unsere Nummer 14 – Alex Meier Fußballgott. Und der neue Spielstand: Eintracht Frankfurt – 1, Werder Bremen – O. Danke. Bitte. Die interessante Zählweise ergibt sich aus einer philosophischen Weißheit, das ein Tor des Gottes automatisch doppelt zählt. Da dies aber durch diverse Regeln in dieser Form nicht erlaubt ist, muss summa summarum dem Gegner ein Tor abgezogen werden, um das metaphysische Gleichgewicht wiederherzustellen. So oder so ähnlich.

Na gut, es stand immer noch 1:1 – aber Wayne…

14 Minuten Freudentaumel und Meisterträume, dann wurde zur Halbzeit gepfiffen.

Erstmal was trinken. Bestellung: Heißer Äbbelwei. Lieferung: Bier. Auch gut.

Zweite Halbzeit. Puls oben. Und nach kurzer Zeit TOOOOOOOOOOOOOOR. Aigner trifft Tor wieder. Alter Falter wie geil ist das denn! Zwei Minuten später: Schiri pfeiff ab! Oh nee, Seferovic…nicht Abpfiff, lass sie halt spielen. Und Seferovic versemmelt leider. Wieder ein munteres hin und her und dann kam die große Stunde der Eintracht, die ungefähr 5min dauerte. Aber was für 5 Minuten. Da wurde kombiniert, gedribbelt,gepasst. Ein Traum! Es gab allerdings böse Zungen, die munkelten, in diesen Minuten hätte man Veh im Spiel der Eintracht nicht erkennen können. Veh. Wie, der is auch aufgestellt?! Aber es sah aus nach – “jetzt machen wir mal das, was wir wollen”. Das Aufbäumen einer gar übermächtigen Macht. Fußballfreude pur. Allerdings war nach 5 Minuten alles vorbei. Was nicht darüber hinwegtäuschen soll, dass Frankfurt mehr als ordentlich spielte, 90min lang!

Dann wieder Foul Bremen. Nix. Foul Bremen. Nix. Foul Frankfurt. Gelb. Alter! Mein Puls! Dann Auftritt des netten Herren schräg vor mir. Zähneknirschen meinerseits. Kopfschütteln meiner Sitznachbarn. Soll er halt auf die Haupttribüne.

Ende der regulären Spielzeit. Nach dem mehr als pünktlichen Abpfeifen der ersten HZ und ohne nennenswerte Unterbrechungen der zweiten, warteten wir alle auf den Pfiff. Der gefühlt nicht kam. Was sich der Herr Schiri bei dieser ungerechtfertigten Spielverlängerung dachte, weiß wohl niemand, außer evntl. seinem Bankberater. Dann aber endlich ertönte der erlösende 20151219_172347Pfiff vom Spielfeld. Der gesamte Fanbereich hatte unterstützend bereits einige Minuten zuvor mit dem Pfeifen angefangen.

Aber jetzt endlich – Erleichterung. Grenzenloses Glück. 3 Punkte. Das wir das erleben durften. Ab zum Feiern! Stunden später vor dem Stadion…warum kommt diese blöde Straßenbahn nicht?! Ah, ein Bus. Endlich Frankfurt Innenstadt. Nur leider fuhren den Abend keine SBahnen mehr…Chaos pur, aber auch das konnte uns die Laune nicht nehmen. Ein hoch an dieser Stelle auch noch einmal auf den besten Schwenksteak-Grill der Welt, der mich seit gefühlten hundert Jahren glücklich macht!