Vor zwei Tagen war es endlich auch für uns soweit: Bundesliga-Start! Während ein Teil von uns das Spiel gemeinsam vorm Bildschirm verfolgte, machte ich mich in aller Frühe auf nach Frankfurt, um mich mit unserem Ehrenmitglied und noch einigen Mitgliedern eines anderen befreundeten EFCs zu treffen und das Spiel im Stadion zu verfolgen. Um 9.00 Uhr ging es los, da schon bei gefühlten 300 Grad im Schatten. Endlich in Frankfurt angekommen ab in die Straßenbahn, die voll mit Schalke 04 Fans war…naja…

Am Stadion angIMG-20160827-WA0004ekommen war super Stimmung, wenn auch stellenweise ein wenig gedrückt, ob der Vorkommnisse in Magdeburg eine Woche zuvor. Auch die Blocksperrung des 40ers und das umverteilen der dortigen Karteninhaber auf die oberen Ränge wurde zunächst mit einiger Anspannung erwartet.

Beim Einlass bei einigen bereits große Freunde – es gibt nun eine „FastLane“ für Commerzbankkunden. Unglaublich aber war. Kein Anstehen, nichts, vollkommen entspannt ins Stadion. Also, nicht ich, ich bin ja nicht bei eben genannter Bank. Für mich hieß es anstehen. Ging aber auch gut.

Kaum im Stadion gab es dann schon die ersten Opfer, die Hitze hatte eine Eisverkäuferin umgehauen. Sie sollte an diesem Tag nicht die letzte bleiben. Also, nochmal mit Flüssigkeit nachladen und ab in den Block. Trotz der zahlreichen umsiedler war die Stimmung entspannt.

Jedenfalls bei uns. Endlich wieder „Im Herzen von Europa“ und „Schwarz-weiß wie Schnee“ im geilsten Chor der Welt! Uuuund Anpfiff!20160827_172810

Das Spiel der Frankfurter gefiel von der ersten Minute. Viel Ballbesitz, schöne Chancen (auch wenn sie zunächst nicht ins Tor wollten) und vor allem frühes Stören bei Ballbesitz Schalke und daraufhin auch schnelles Umschaltspiel. Bis Meier dann in der 13. (?) Minute den Ball wunderschön im Schalker Tor verschwinden ließ. Die Stimmung hätte nicht besser sein können. Lediglich die Hitze machte vielen Leuten zu schaffen. Im Block stand die Luft regelrecht und jedes nochso kleine Lüftchen wurde mit Begeisterung wahrgenommen.

Kurz nach dem 1:0 dann Verwirrung: Ball im Tor, Jubel, selbst die obligatorische „nenenenene-wir-haben-ein-Tor-geschossen-Musik“ wurde eingespielt, dann plötzlich Stille. Und Einwurf für Schalke?! Per Whatsapp wurde um Aufklärung gebeten, der Ball war tatsächlich zuvor deutlich im Seitenaus gewesen, nur, warum wurde so lange weitergespielt? Ich konnte diese Szene tatsächlich nicht sehen, da die Sicht über lange Strecken von Fahnen verdeckt war. War nicht weiter schlimm, nur blöd, dass erst so spät eine Entscheidung vom Schiri kam. Aber der war sowieso blau. Oder halt zumindest so blau, dass selbst friedliebende Sitznachbarn irgendwann den Kopf schüIMG-20160827-WA0008  ttelten „hör mir nur uff mit dem“.

Naja, also zunächst weiter 1:0. In den darauffolgenden Minuten nahm Frankfurt sich etwas zurück, spielte aber nachwievor sicher. In aller Fairness kam von Schalke allerdings auch nicht viel. Mitte der ersten Halbzeit dann die nächste Verwirrung: Rudelbildung am Spielfeldrand. Genauer zwei getrennte Rudel anstatt Einwurf Schalke. Trinkpause. Sehr vernünftig. Die erste Halbzeit verstrich dann ohne Nennenswerte Ereignisse, die letzten 15 Minuten schien es zwar, als käme Schalke besser ins Spiel, allerdings wurden Sie uns nicht wirklich gefährlich. Es war recht einfallslos.

Halbzeit. Trinken. Essen. Weiter gehts.

Spielerisch verstrichen weite Teile der zweiten Halbzeit wie die erste, abgesehen von dem 11er, der von unserem Fußballgott nicht gut geschossen und dann auch noch gehalten wurde. Die Einwechslung Chandlers sorgte noch einmal für Tempo, leider verbaselte er jeden noch so gut herausgespielten Ball in letzter Konsequenz. Circa 10 Minuten vor Schluss noch einmal Aufregung: Hector sieht – wieder – die rote Karte, weil er einen Schalker kurz vor unserem Strafraum von den Beinen holte. Es boten sich vergleiche mit Zambrano an. Schon jetzt wird Hector von einigen für einen würdigen Zambrano-Nachfolger gehalten „nur beim Foulen, da muss er noch ein bisschen geschickter werden. Sich wenigstens erst mal nur „gelb“ abholen.“

Auch in Überzahl schafften es die Sc20160827_172810halker nicht die Eintracht wirklich in Bedrängnis zu bringen und das über 15 Minuten. Gekrönt wurde das ganze noch durch die Einwechslung Seferovics. Ich meine, hallo – wir in Unterzahl, kurz vor Schluss, liegen nur20160827_172815 1:0 vorne und wechseln einen Stürmer ein. Schönes Zeichen. Psychologisch wertvoll. Fand ich klasse.

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich der Schlusspfiff. Die ersten drei wichtigen Punkte sind eingefahren!20160827_173134

Als Fazit lässt sich sagen: Schönes Spiel der Eintracht, die über die meiste Zeit sehr selbstbewusst aufspielte und vor allem mit einer guten Kondition überraschte (kennen mir ja auch anners) und verdient gegen eine enttäuschende (ich fands gut) und ideenlose Schalker Mannschaft gewonnen hat.

Wir haben nach dem Spiel jedenfalls noch ordentlich gefeiert und ich bin gespannt, was diese Saison sonst noch bringt…die Wundertüte Bundesliga ist wieder geöffnet!

Kommentar verfassen

Post Navigation